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Jägerbataillon 753

1983-1992

Jägerbataillon 753

Das Jägerbataillon 753 wurde ab 1. Oktober 1983 aufgestellt. Das Personal der zum damaligen Zeitpunkt aufgelösten Sicherungskompanien 5151 und 5152 wurde in das Jägerbataillon 753 übernommen.

Die Mehrzahl der Soldaten der Reserve kommen aus dem Raum Heilbronn - Ludwigsburg - Stuttgart - Göppingen. Der Mobilmachungsstützpunkt des JgBtl 753 befand sich in Ludwigsburg-Oßweil.

Verbandsabzeichen

Das interne Verbandsabzeichen hat über dem eigentlichen Wappen die Beschriftung „JgBtl 753“ in gebrochener Schrift. Die heraldisch rechte Hälfte des Wappens ist dem Standort gewidmet, die Reichssturmfahne aus dem Wappen Ludwigsburg auf blauem Grund. Die heraldisch linke Hälfte ist der Aufgabe des Btl. zugedacht, das Eichenlaub der Jäger in Gold auf grünem Grund. Der untere Teil des Abzeichens sagt etwas über den Bereich aus: Die drei württembergischen Geweihstangen auf der gelben Farbe der Württemberger.

Übungen

Die erste MobTrÜb des Bataillons wurde kompanieweise im Jahre 1984 durchgeführt:

1./753: 26. November bis 7. Dezember 1984 in Engstingen
2./753: 26. November bis 7. Dezember 1984 in Crailsheim
3./753: 26. November bis 7. Dezember 1984 in Empfingen
4./753: 22. Oktober bis 2. November 1984 in Empfingen
5./753: 26. November bis 7. Dezember 1984 in Stetten a.k.M.
FKanZg: 22. Oktober bis 2. November 1984 in Stetten a.k.M.

Die Abschlussübung der 2. Kompanie wurde im Raum Crailsheim vom 4. bis 5. Dezember 1984 abgehalten. Die in Engstingen, Empfingen und Stetten ausgebildeten Kompanien übten im Raum Rottweil („Flugplatz Zepfenhan“). Schwerpunkte der Ausbildung im Rahmen dieser einzelnen Wehrübungen waren die militärischen Grundlagen auf Kompanie-Ebene sowohl im fachlichen als auch im taktischen Bereich zu vermitteln.

Vom 15. bis 26. September 1986 übte das Bataillon erstmals gemeinsam. Nach der Mobilmachung am 15. September im MobStP Oßweil verlegte das Bataillon nach Stetten a. k. M. Nach Aufnahme des Hauptlaufs am 22. September ebenfalls im MobStP Oßweil Verlegung in den Neckarraum, wo es vom 22. bis 24. September an der Heeresübung „Fränkischer Schild“ teilnahm. Vom 24. bis 26. September Biwak auf dem USÜbP Pattonville mit Technischem Dienst. Das gesamte Biwak wurde mit Hilfe des DRK Ludwigsburg und des THW Ludwigsburg auf- und abgebaut. Das Bataillon nahm in einem Bataillonsappell am 25. September 1986 im Schloss Ludwigsburg an der Kommandoübergabe Kdr VBK 51 von Oberst Laabs an Oberst Tomschi teil. Anlässlich dieses Appells wurde auch die Truppenfahne an den Kommandeur JgBtl 753 übergeben.

Zur dritten MobTrÜb des Jägerbataillon 753 wurden die Soldaten der Reserve vom 31. Mai bis 11. Juni 1988 einberufen. Die Mobilmachung der 1. Kompanie fand im MobStP Oßweil statt. Die 2. bis 5. Kompanie wurde im Rauhfutterlager und im alten StOV-Gebäude in der Hindenburgstraße in Ludwigsburg mobilisiert. Zur Ausbildung verlegte die 1./753 nach Engstingen, 2./ - 5./753 nach Crailsheim. MKF und FuGerBediener wurden im AusbZentr 55/5, Weingarten ausgebildet. Nach Aufnahme des Hauptlaufs wurde das Bataillon zusammengeführt und bezog seinen Übungsraum zur Gefechtsübung “Crailsheimer Hart“. Die Gefechtsübung dauerte vom 6. bis 9. Juni 1988. Sie fand im freien Gelände statt. Die Truppe war in angemieteten zivilen Objekten untergebracht. Während dieser Übung wurde einsatzbezogene Ausbildung betrieben, der Bau von Feldbefestigungen mit Feldarbeitsgeräten durchgeführt und das JgBtl in der Verteidigung geübt. Von den Soldaten wurde der Einsatz im freien Gelände positiv bewertet. Dabei wurden erschwerte Bedingungen, beispielsweise ungünstige Witterung, hingenommen.

Zur Vorbereitung auf die 4. Mobilmachungsübung des Bataillon wurde das Führungs- und Funktionspersonal des JgBtl 753 zu einer Kurz-Wehrübung, gemeinsam mit der Mörserkompanie 750 und dem Panzerabwehrzug KanJPz des Regimente vom 13. bis 15. Juli 1990 einberufen. Aufgaben waren neben der Vorbereitung auf die MobTrüb vom 11. bis 22. September 1990 die Erstellung von Dienstplänen und Schießbefehlen und die Erkundung der Schießbahnen auf dem TrÜbPl Heuberg.

Am 11. September 1990 war Dienstantritt für die letzte Übung des Bataillons. Nach Vollaufstellung - ohne Vorlauf im MobStP Oßweil Verlegung nach Stetten a. k. M., Lager Heuberg. Dort erfolgte die Einzel- und Gemeinschaftsausbildung des JgBtl 753, der MrsKp 750 und des PzAbwZg HSchRgt 75, insbesondere Waffen- und Schießausbildung sowie Führerweiterbildung. Höhepunkt dieser Übung war das Schießen verbundener Waffen des HSchRgt 75 mit dem Feldkanonenzug des JgBtl 753 (FKan 20 mm), der Mörserkompanie (Mörser 120 mm) und des Panzerabwehrzuges des HSchRgt 75 (KanJPz 90 mm). Während dieser Übung inspizierte BrigGen Fuhr, General für Reservistenangelegenheiten vom Heeresamt die übende Truppe.

Unfall auf der Schießbahn

Diese MobTrüb verlief für drei Kameraden des Feldkanonenzuges JgBtl 753 folgenschwer: Bei den Vorbereitungen zum Schießen verbundener Waffen löste sich ein Schuß. Die verletzten Soldaten wurden sofort zur stationären Behandlung in Kliniken eingeliefert.

Dies war übrigens der einzige tragische Unfall, welcher sich seit Bestehen des Heimatschutzregimente 75 ereignete. Der Unfall wurde von der Staatsanwaltschaft sowie Munitionsexperten der Bundeswehr untersucht.


Dieser Text wurde auf Befehl des Heimatschutzregiment 75 verfasst und von Wolfgang Happes, OFw d. R., aus Anlass der Entbindung seines Auftrags in der „Regiments-CHRONIK 1983 bis 1992“ veröffentlicht.


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